Mobirise

ÜBER OIKOS

PARTNER  FÜR  ENTWICKLUNG,  PARTNER  GEGEN  ARMUT

OIKOS als Nichtregierungsorganisation

„Abrüstung für Entwicklung“ – mit dieser Losung forderten entwicklungspolitisch Engagierte aus Ost und West nach Ende des Kalten Krieges einen Anteil an der „Friedensdividende“ für die Benachteiligten im globalen Süden ein. Die Wiedervereinigung Deutschlands sollte nicht zu Lasten der „Dritten Welt“ gehen. So entstand im August 1990 in Berlin der Verein OIKOS EINE WELT e.V. Der Name stammt von den alten Griechen und bezeichnet all jene, die gemeinsam in einem Hausstand wohnen und wirtschaften.


OIKOS EINE WELT e.V. ist heute in der deutschen Hauptstadt ein profilierter privater Träger der Entwicklungszusammenarbeit mit Schwerpunkt im portugiesischsprachigen Afrika. OIKOS engagiert sich ebenso in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit hier in Deutschland. Als gemeinnütziger Verein handelt OIKOS politisch und konfessionell unabhängig und ergreift Partei für Benachteiligte frei von ihrer ethnischen, politischen oder religiösen Herkunft.

Die alten Griechen nannten ihren Hausstand OIKOS und meinten damit alle,
die in einem Haushalt ihren Unterhalt nachhaltig sichern müssen.

ENTWICKLUNG  MUSS  GEMEINSAM  ERARBEITET  WERDEN

Ungleiche Entwicklung – Es reicht!

OIKOS versteht seine Arbeit als Beitrag zur Verwirklichung des unveräußerlichen Rechts auf Entwicklung. Wir wirken dort, wo es verwehrt wird: an der globalen Peripherie. Denn Unterentwicklung ist kein Zustand, den es schon immer gab, sondern das Ergebnis ungleicher wirtschaftlicher und politischer Entwicklung, bis heute. 


Wir unterstützen die Menschen, die heute unter der Globalisierung und freien Märkten nicht in der Lage sind, die Einkommens- und Chancenkluft zwischen Nord und Süd zu überwinden. Für die das koloniale Erbe noch immer ein Minusgeschäft ist. Deren Gesellschaften noch heute die Wunden der Stellvertreterkriege zwischen Ost und West tragen. Deren Wirtschaften weiter von Stärkeren infiltriert und dominiert werden, so dass ihre eigenen Produkte oft entwertet werden. Deren Lebensgrundlage vom Klimawandel bedroht ist, dessen Hauptverursacher die Industrie- und Schwellennationen sind. 


Keines der globalen Probleme ist heute lösbar, ohne gegen die ungleiche Entwicklung anzugehen.


Herz des kolonialen Kaffeeanbaus, die "Kaffeestadt" Boa Entrada, Provinz Kwanza Sul.
Zerstört im Bürgerkrieg zwischen MPLA und UNITA,
einem der blutigsten Stellvertreterkriege zwischen Ost und West. 

Fokus Armutsbekämpfung

So komplex die Ursachen ungleicher Entwicklung sind – gegen sie anzukämpfen braucht auch die Anstrengung der Betroffenen an der Basis. Diese Form der Entwicklungszusammenarbeit ist nicht „out“. Graswurzelbewegungen stärken, lokale Wirtschaft im Süden von unten fördern, eigene Wege ebnen – das sind die Ansätze unserer Entwicklungsprojekte.


Weil Armut in Subsahara-Afrika überwiegend auf dem Land zu Hause ist, steht die Stärkung der kleinbäuerlichen Produktion im Fokus unserer Arbeit. Erst wenn die Kleinbauern Geld verdienen und aktiv am heimischen Markt teilnehmen, kann Armut langfristig bekämpft werden. 


PROJEKTANSATZ

Unsere Projekte entstehen aus den Ideen, die von Betroffenen in
ihrer eigenen Perspektive entwickelt werden.


Eigene Ansätze der Benachteiligten fördern

Unsere Projekte entstehen nicht am grünen Tisch, hier im OIKOS-Büro. Es sind Ideen, die von Betroffenen in ihrer eigenen Perspektive entwickelt werden. Seit Anbeginn arbeiten wir mit örtlichen angolanischen Hilfsorganisationen zusammen. Es sind diese lokalen Träger, die die OIKOS-Projekte vor Ort verantwortlich und mit eigenem Personal durchführen.


Allen ist gemeinsam, dass sie auf das Engste mit den benachteiligten Gruppen in ihren Gebieten verbunden sind. Wenn es aus diesen Kontakten einen interessanten Vorschlag gibt und eine Gruppe von Engagierten, erhalten wir von OIKOS einen ersten Projektvorschlag. 

Um diesen weiterzuentwickeln, arbeiten OIKOS-Mitarbeiter und die Fachleute aus den jeweiligen lokalen Organisationen eng zusammen, nutzen die Erfahrungen vorheriger Projekte und besuchen gemeinsam die geplanten Standorte.


Das Wichtigste aber sind die wiederholten Beratungen mit denen, die von dem Projekt einen Nutzen haben sollen. Denn nur wenn sie das Projekt nicht als eine Gabe von außen betrachten, sondern als ihren Plan, in dem sie auch Verantwortung tragen, kann das Projekt gelingen. 


GANZ AM ANFANG

Erste Beratung des AAD-Teams mit den Bauern des Dorfes Candiata,
heute einem der erfolgreichsten Kaffeedörfer im Kwanza Sul-Bergland.

Wer die Projekte finanziert

Spenden
Grundstock für die Projekte

Spenden für OIKOS bilden den Grundstock für alle unsere Projekte. Das Spendenaufkommen bestimmt, wie viele Projekte wir in jedem Jahr neu aufnehmen können.

BMZ
Kofinanzierungsgeber

Bei fast allen Auslandsprojekten bemühen wir uns, zusätzliche Konfinanzierungsgeber zu gewinnen. Der wichtigste öffentliche Geber ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Das BMZ trägt in der Regel 75 Prozent der Gesamtkosten zu den Projekten bei. 

OIKOS
Inhaltliches Vorschlagsrecht

Das breite Spektrum der bisher mit BMZE-Mitteln geförderten Projekte belegt, dass das inhaltliche Vorschlagsrecht von OIKOS aus dem „Übergewicht“ des öffentlichen Gebers keinen Schaden nimmt. Im Gegenteil: in der Beratung der Projekte durch die vom BMZE beauftragte Beratungsstelle Bengo bei Engagement global gGmbH ergeben sich oft wertvolle Hinweise für uns und die lokalen Träger.

Stiftung Nord-Süd-Brücken
Langjähriger Partner

Zu den langjährigen Finanzierungspartnern in der Auslands- und Inlandsarbeit gehört die Stiftung Nord-Süd-Brücken, Berlin.

Mit wem wir zusammenarbeiten

Von den örtlichen angolanischen Hilfsorganisationen, mit denen wir zusammenarbeiten, haben einige einen regionalen Charakter, wie MAFIKU, mit einem Schwerpunkt in den Südprovinzen Angolas. Andere arbeiten in wenigen Kreisen, wie ANAGANDA in der Benguela-Provinz oder OJDS in Huíla. Wieder andere haben einen nationalen Wirkungskreis, wie die AAD mit ihrer Kompetenz in der Landwirtschaftsförderung oder die großen Kirchen, Igreja católica, IESA und IECA mit ihren Berufsausbildungserfahrungen. 

Neben den unterschiedlichen angolanischen Nichtregierungsorganisationen gibt es zahlreiche andere örtliche Partner, ohne die Projekte mit einem Wirkungskreis von mehreren Dutzend Dörfern, mehreren Kreisen oder einer Kleinstadt nicht funktionieren können. So arbeiten die lokalen Teams in den Kaffeeanbauprojekten mit INCA, der staatlichen Aufsichtsbehörde für den Kaffeeanbau zusammen.

Bei den Trinkwasserprojekten in Südangola ist die Abstimmung mit der regionalen Wasserbehörde DPEA erforderlich, und die Aufforstungsprojekte werden mit der nationalen Forstbehörde IDF koordiniert. 

Bei allen Unterschieden in der Herangehensweise: In vielen dieser Partnerschaften haben wir Kontakte zu engagierten Fachleuten aufbauen können, die durch die Einbeziehung in die Projekte auch ihre Perspektive ein Stück weit weiterentwickelt haben, mit einem genaueren Blick auf die Belange der Kleinbauern und kleinen Hirten.

Diese Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen auf lokaler Ebene hilft, in dem Gebiet neue Strukturen der technischen Beratung zu bilden, die für die Zielgruppen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, wenn das Projekt nach drei oder vier Jahren beendet ist.